Waldbrand in der Hinteren Sächsischen Schweiz – Lageberichte des Landratsamtes

10.08.2022: Lage um 11:05 Uhr – Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Bei dem abendlichen Erkundungsflug und Drohnenüberflüge in der Nacht wurde festgestellt, dass die Zahl der Glutnester weiterhin rückläufig ist. Dadurch waren weniger Löschflüge durch Hubschrauber notwendig. Oberhalb von Hrensko kam es zu einem offenen Brand, der von zwei Löschzügen und einem Wasserwerfer erfolgreich bekämpft werden konnte.

Der Einsatzabschnitt 2 um den kleinen Winterberg konnte heute „Feuer aus“ vermelden. Eine Einheit wird in dem Gebiet noch Brandwache halten. Damit stellen die Einsatzkräfte sicher, dass offene Feuer aus möglicherweise nicht erkannten Glutnestern im Boden rasch gelöscht werden. Die Kameraden konzentrieren sich weiterhin auf die Bereiche um die Partschenhörner und dem Grenzweg, wo die Glut im Boden mit hohem Kräfteaufwand mittels Hacke und Löschwasser bekämpft wird.

Auch heute bleibt die Wetterlage trocken ohne Niederschlagserwartung. Zwei Hubschrauber der Bundespolizei, die in Bad Schandau im Einsatz waren, unterstützen aktuell die Brandbekämpfung im Berliner Grunewald. Für das Gebiet der Stadt Sebnitz wurde am gestrigen 09.08.2022 der Katastrophenalarm aufgehoben. Für die Stadt Bad Schandau gilt er weiterhin.

 

09.08.2022: Aufhebung des Katastrophenalarms für das Gebiet der Großen Kreisstadt Sebnitz / Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Der Landkreis hebt mit Wirkung zum 09.08.2022 um 08:00 Uhr den Katstrophenalarm für das Gebiet der Großen Kreisstadt Sebnitz auf.

Durch den unermüdlichen Einsatz der Einsatzkräfte in den vergangenen Tagen konnten die bestehenden Brandherde auf dem Territorium der Stadt Sebnitz gelöscht und auch bestehende Glutnester beseitigt werden. Damit besteht derzeit auf dem Sebnitzer Gebiet keine akute Gefährdung, die die Aufrechterhaltung des Katastrophenalarms erfordern würde.

Das Betretungsverbot für den Wald im Einsatzgebiet Hintere Sächsische Schweiz, zu dem auch Teile der Sebnitzer Flur gehören, bleibt davon unberührt. Es sind weiterhin Einsatzkräfte in dem Bereich aktiv, um die Brandherde und Glutnester in der Hinteren Sächsischen Schweiz im Gebiet der Stadt Bad Schandau, für die auch weiterhin Katastrophenalarm besteht, zu bekämpfen.

Die Bekanntmachungen können im Wortlaut auf folgender Seite abgerufen werden: www.landratsamt-pirna.de/bekanntmachungen.html

 

08.08.2022: Lage um 15:30 Uhr – Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Die Glutnester im Boden fordern unvermindert die Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte im Gebiet der Hinteren Sächsischen Schweiz. Immer wieder auflodernde offene Flammen können nur mit hohem Personaleinsatz und den Flügen der Hubschrauber bekämpft werden. Um ein Übergreifen der Flammen aus den Felsen in die trockenen Schlüchte zu verhindern, haben sich sogenannte Pendelabwürfe bewährt. Dabei werden sowohl das Plateau als auch der Felsenfuß durch Wasserabwurf gekühlt und befeuchtet.

Positiv vermeldet werden kann, dass die Rabensteine keine Einsatzschwerpunkte mehr sind. Aktuell sind 800 Kräfte im Einsatz, zu denen auch Verstärkungen aus den Bundesländern Bayern und Niedersachsen gehören. Angesichts der prognostizierten Wetterentwicklung ist keine Entspannung der Lage zu erwarten.

 

07.08.2022: Lage um 16:00 Uhr – Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Durch die anhaltende Trockenheit im Einsatzgebiet sind die Kameraden der Feuerwehr mehr gefordert, um auflodernde Brände aus den Glutnestern im Boden abzulöschen. Die offenen Flammen beschränken sich jedoch weiterhin auf die kontrollierbaren Bereiche und greifen nicht auf neue Flächen über.

Die im Einsatz befindlichen Hubschrauber der Bundeswehr, der Bundespolizei, Landespolizei und des privaten Anbieters unterstützen die Kräfte am Boden bei der Brandbekämpfung wirkungsvoll. Im Gebiet der Müllerwiesen sind zudem Kreisregner im Einsatz, die erfolgreich die betroffenen Teile flächig bewässern.

Der hohe Personalansatz muss weiterhin aufrecht gehalten werden. Am heutigen Tag sind 800 Kräfte im Einsatz, die auch aus anderen Bundesländern wie beispielsweise Bayern die Löscharbeiten unterstützen.

Wir bitten mit Nachdruck darum, auch im Umfeld des Einsatzgebietes Abstand zu den Kräften zu halten und sie in ihrer Arbeit nicht zu behindern. Gerade an den Standorten der Hubschrauber sollten die Absperrungen eingehalten werden, um sich und andere zu schützen.

 

06.08.2022: Lage um 17:30 Uhr – Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Mit etwa 650 Einsatzkräften wurde auch am heutigen Sonnabend die Bekämpfung des Brandgeschehens in der Hinteren Sächsischen  Schweiz fortgeführt. In der Nacht kam es in den betroffenen Bereichen des Nationalparks durch stärkere Winde vermehrt zu offenen Feuern, die jedoch wirkungsvoll bekämpft werden konnten. Die Brände griffen nicht auf weitere Gebiete über, sondern waren auf die kontrollierbaren Bereiche begrenzt. Unverändert beschränkt sich das Einsatzgebiet auf etwa 150 Hektar.

Die Einsatzkräfte bekämpfen weiterhin mit hohem personellem und technischem Aufwand die Glutnester im Boden des Einsatzgebietes. Im Einsatz sind insgesamt zwölf Hubschrauber und drei Wasserwerfer. Eine Bedrohung von Wohnbebauung kann aktuell ausgeschlossen werden, Evakuierungen sind daher nicht vorgesehen. Aufgrund der Wetterprognose der nächsten Tage geht die Einsatzleitung nicht von einer Entspannung der Lage aus. Mit immer wieder aufflammenden Stellen im Einsatzgebiet und damit verbundenen sehr aufwändigen Löschmaßnahmen ist weiterhin zu rechnen. Die geringen Schauer der letzten Stunden hatten keinen spürbaren Effekt auf das Brandgeschehen.

 

05.08.2022: Lage um 16:00 Uhr – Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Die Situation im Einsatzgebiet bleibt weiterhin angespannt. Auch heute bekämpfen rund 600 Feuerwehrleute aus Feuerwehren des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie aus weiteren Landkreisen die Brände in der Hinteren Sächsischen Schweiz. Sie werden unterstützt von insgesamt zwölf Hubschraubern und drei Wasserwerfern. Angelegenheiten der Versorgung und Logistik übernehmen mittlerweile rund 100 Kräfte des THW sowie von Hilfsorganisationen, wie DRK, ASB und Johannitern.

Die Brandausdehnung bleibt mit einer Größe von circa 150 Hektar auch heute konstant.

Wohngebiete sind weiterhin nicht bedroht und Evakuierungen können somit ausgeschlossen werden.

Karte des betroffenen Gebietes ist online

Der vom Waldbrand betroffene Bereich ist ab jetzt unter www.landratsamt-pirna.de/download/Einsatzgebiet-Waldbrand.pdf online abrufbar. Bei einer möglichen Verkleinerung oder Vergrößerung des Gebietes wird diese zeitnah ausgetauscht.

Ansprechpartner bei Waldbrandfragen

Fragen zum Thema Waldbrand können ab Montag, dem 08.08.2022 direkt an das Bürgerbüro gerichtet werden. Die Telefonnummern und weitere Informationen sind unter www.landratsamt-pirna.de/buergerbueros.html zu finden.

 

04.08.2022: Lage um 18:00 Uhr – Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Die Kameradinnen und Kameraden kämpfen auch heute unter besonders schwierigen Bedingungen in den Einsatzgebieten. Die hohen Temperaturen erschweren zusätzlich die körperlich anstrengenden Arbeiten für die Einsatzkräfte. Umso mehr wird auf eine ausreichende Versorgung mit Getränken und die Einhaltung der Pausen Wert gelegt.

Das Waldbrandgebiet bleibt dabei unter einem hohen Einsatzniveau auf die bereits betroffenen Bereiche begrenzt. Mithilfe der Löschflüge der Hubschrauber und der Bodenkräfte gelingt es weiterhin, die durch die Hitze begünstigten Glutnester und vereinzelt auftretenden Feuer niederzuhalten.

Der Anzahl der Kräfte am Boden wurde hierfür aufgestockt. Rund 600 Feuerwehrleute waren  tagsüber im Einsatz. Zusätzlich wurden circa zwei Kilometer Schlauchleitungen gelegt, um auch bis in die höheren Regionen der Sächsischen Schweiz die Maßnahmen zur Brandbekämpfung zu unterstützen.

Die Lage bleibt angespannt und benötigt weiterhin den vollen Umfang aller Einsatzkräfte. Die Brandausdehnung bleibt mit einer Größe von circa 150 Hektar auch heute konstant.

Wohngebiete sind weiterhin nicht bedroht und Evakuierungen können somit ausgeschlossen werden.

 

Allgemeinverfügung Waldbetretungsverbot

Die Verwaltung prüft regelmäßig, ob die derzeit bestehende Allgemeinverfügung zum Waldbetretungsverbot im Landkreis abgeändert oder aufgehoben werden kann. In diese Prüfung wird die aktuelle Waldbrandgefahrenstufe sowie die Niederschlagsmengen der letzten Tage einbezogen. Diese Betrachtung findet für die einzelnen Regionen innerhalb des Landkreises gesondert statt.

Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, dass ein Großteil der Feuerwehrkräfte des gesamten Landkreises inklusive der vorhandenen Löschtechnik bei der laufenden Waldbrandbekämpfung im Nationalpark gebunden sind. Diese würden für ein potenzielles weiteres Waldbrandereignis nicht zur Verfügung stehen. Auch gilt laut dem Deutschen Wetterdienst in großen Teilen des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge von heute bis einschließlich Freitag die Waldbrandgefahrenstufe 4.

Die Untere Forstbehörde des Landratsamtes in Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung sowie der Forstbezirke Bärenfels und Neustadt kommen aufgrund dieser Daten zu der Einschätzung, dass die Allgemeinverfügung zum Waldbetretungsverbot in der bestehenden Form aufrechterhalten bleiben muss. Eine Änderung der Allgemeinverfügung ist erst dann möglich, wenn sich das Brandgeschehen spürbar verringert hat und eine Änderung der Wetterlage real eintritt.

 

2.08.2022: Aktuelle Lage um 18:30 Uhr –  Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Auch am heutigen Tag hat sich die Lage nur unwesentlich verändert. Die Entwicklung bleibt weiterhin abhängig von der Wetterlage.

In einzelnen Bereichen wurden aufflammende Feuer registriert, die durch die Einsatzkräfte bekämpft bzw. eingedämmt werden. Eine zusätzliche Wasserversorgung wurde in Richtung Weberschlüchte aufgebaut.

Tagsüber waren auch heute wieder rund 560 Einsatzkräfte vor Ort.

Über künftige wesentliche Lageveränderungen wird durch das Landratsamt informiert.

 

01.08.2022: Lage am Abend des 01.08.2022 –  Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Auch am heutigen Tag mussten die Einsatzkräfte Glutnester feststellen, die an einigen Stellen auch wieder zu offenen Bränden ausbrachen. Diese konnten nach teilweise fußläufiger Aufklärung schnell gelöscht werden, stellen aber eine andauernde Gefahr dar.

Schwerpunkte der Maßnahmen waren am Grenzweg bis zur Schwarzen Schlüchte, an der Richterschlüchte und an den Bärenfangwänden. Hotspots wurden zudem durch die bewährten Löschflüge aus der Luft angegriffen und mit Kräften am Boden bekämpft. Im Bereich zwischen Winterberg und Zschand wurde die Schaffung von Barrieren gegen das ausbreitende Feuer im Boden weiter fortgeführt.

Im nördlichen Bereich des Kirnitzschtals waren Wasserwerfer der Polizei Sachsen sowie aus Bayern im Einsatz und bestrichen dort vor allem die Randstreifen der Wege als Schutz vor Überschlagen der Glut im Boden. Insgesamt waren am heutigen Tag rund 560 Kräfte im Einsatz.

 

01.08.2022: Lage am Morgen des 01.08.2022 – Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Mit dem heutigen Tag geht der Einsatz im Gebiet der Hinteren Sächsischen Schweiz in die zweite Woche. Es sind zum Morgen 200 Kräfte im Einsatz, die am Vormittag mit etwa 150 weiteren Kameraden ergänzt werden und im Laufe des Tages weiter aufgestockt werden. Etwa 50 Einsatzfahrzeuge werden für die Brandbekämpfung genutzt.

In den Abendstunden hat ein Drohnenflug eine Feuerstelle in 20 Metern Höhe bestätigt, die für die Feuerwehrleute nicht erreichbar ist und daher am Vormittag mit Hubschraubern bekämpft wird. Die Einsatzschwerpunkte des heutigen Tages sind in den Gebieten des Großen Winterberges und des Zschands. An diesen Punkten wird der Boden mit massivem Kräfteeinsatz umgewälzt und der Schaumteppich aufgebracht, um die sich im Boden verbreitende Glut einzudämmen und das gefährdete Gebiet weiter einzudämmen.

Am Nachmittag informiert sich die Bundesministerin der Verteidigung, Christine Lambrecht, über die Lage im Katastrophengebiet und den Einsatz der Bundeswehr. Diese unterstützt die Maßnahmen der Feuerwehren mit derzeit fünf Hubschraubern zur Löschung und einem Koordinationshubschrauber. Gerade die Löschflüge, zu denen die Bundeswehr Heeresmaschinen vom Typ NH90 einsetzt, haben sich als sehr effektiv erwiesen und sind eine große Unterstützung der Kameraden am Boden.

 

31.07.2022: Lage am Abend des 31.07.2022 – Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Am Sonntag, dem 31.07.2022, waren etwa 560 Kräfte im Einsatz. Der Schwerpunkt der Löscharbeiten lag auf dem Aufbau der Barrieren, mit denen das sich im Humusboden fortentwickelnde Feuer eingegrenzt werden soll. Die Einsatzkräfte werden zudem seit heute durch zwei Wasserwerfer der bayrischen Polizei unterstützt.

Zwölf Hubschrauber wurden zu Löschflügen eingesetzt. Die Bundeswehr informierte, dass sie bis gestern Abend innerhalb von etwa 120 Flugstunden knapp 400 Umläufe geflogen ist und etwa 730.000 Liter Löschwasser ausgebracht hat.

Perspektivisch ist eine Entspannung der Lage vor allem von der Witterung abhängig. Ein ergiebiger Landregen über mehrere Tage kann das Brandgeschehen deutlich abmildern und die Arbeit der Einsatzkräfte wirkungsvoll unterstützen. In der aktuellen Situation gehen die Feuerwehren von umfangreichen Maßnahmen mindestens noch bis Wochenmitte aus. Alle Anforderungen sind daher auch auf einen mittelfristigen Zeithorizont ausgelegt.

 

31.07.2022: Lage am Morgen des 31.07.2022 – Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Nachdem die Hubschrauber ihre Flüge am Abend beendeten, wurden Drohnen eingesetzt, um vermutete Brandstellen zu klären. Die befürchteten Annahmen bestätigten sich nicht.

Im Laufe des Einsatzes hat sich gezeigt, dass das Feuer in der Humusschicht des Waldbodens in teilweise 40-50 cm Tiefe wandert. Daher bauen die Kameraden an natürlichen Brandausbreitungshemnissen wie Waldwegen Barrieren auf, um die Feuer weiter einzugrenzen. Dafür wird der Boden mit Hacken und Dunggabeln per Hand aufgerissen und mit einem Hubschrauber ein spezielles Wasser-Netzmittel-Gemisch abgeworfen. Dieses bildet einen Schaumteppich, der besser in den somit aufgelockerten Boden eindringen kann.

Mit dieser Maßnahme werden Riegelstellungen geschaffen, um die Brandbereiche weiter einzugrenzen und dem Feuer die Nahrung zur Weiterverbreitung zu entziehen. Auch die Mitarbeiter des Nationalparks sind auf deutscher Seite in nachgelagerten Bereichen des Operationsgebietes aktiv, um die Brandbekämpfung mit Forstmaßnahmen zu unterstützen.

Die 12 eingesetzten Löschhubschrauber unterstützen weiterhin die Kräfte am Boden und stehen für die Ausbreitung des Schaumteppichs zur Verfügung. Zum Morgen des 31.07.2022 sind 360 Kräfte in dem Operationsgebiet in der hinteren Sächsischen Schweiz im Einsatz. Die Einsatzleitung plant, diese im Laufe des Tages auf 500 aufzustocken.

Der Landkreis wird von anderen Bundesländern mit Brandbekämpfungsmitteln unterstützt. Es wird kontinuierlich geprüft, überregionale Einsatzkräfte zuzuführen.

Die bisher bestehenden Allgemeinverfügungen, wie die zur Waldbetretung, des Feuerwerksverbotes sowie die Einstellung der Kirnitzschtalbahn haben weiterhin Bestand. Wir bitten darum, die Einschränkungen einzuhalten, um die Arbeit der Einsatzkräfte nicht zu behindern und eine weitere Brandausbreitung zu vermeiden. 

Zusammenfassend ist die Lage unverändert angespannt. Das dynamische Brandgeschehen soll mittels Barrieren sowie durch die eingesetzten Löschflugzeuge und Bodentruppen so weit wie möglich eingegrenzt werden.

 

30.07.2022: Nachmittagslage des 30.07.2022 – Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Der Überflug der Aufklärungshubschrauber hat die vermuteten Brandstellen entlang der Grenze bestätigt. Diese werden derzeit aktiv gelöscht. Dabei greifen die Einsatzkräfte vor allem auf die Löschung aus der Luft durch die Hubschrauber zurück. In dem sehr schwer zugänglichen Gebiet erweisen sich die Maschinen als effektives Mittel zur Unterstützung der Einsatzkräfte am Boden.

Die Hubschrauber löschen nicht nur auf sächsischem Gebiet, sondern fliegen auch Abwürfe auf der tschechischen Seite. Damit wird die gemeinsame Brandbekämpfung wirkungsvoll umgesetzt und die Einsätze auf beiden Seiten unterstützt. Mit dem gemeinsamen Besuch des Innenministers Armin Schuster und Landrat Michael Geisler in Tschechien wurde zudem vereinbart, dass die Hubschrauber im jeweils anderem Gebiet Wasser aufnehmen und das Landesgebiet in kürzester Richtung den Einsatzort überfliegen können.  Aktuell sind 560 Kräfte im Einsatz, diese Mannschaftstärke wird voraussichtlich auch das ganze Wochenende gehalten werden.

Nach leichtem Regen im Einsatzgebiet am frühen Morgen gab es am frühen Nachmittag einen kurzen, aber ergiebigen Schauer. Die Kameraden der Feuerwehr hoffen immer noch auf stärkere Niederschläge mit spürbarer Auswirkung auf Brandverhalten und allgemeine Lage.

Der Verwaltungsstab betont, dass Materialanforderungen bei Einsatzstellen im ganzen Land sowie länderübergreifend, hervorragend funktionieren und die Unterstützungsbereitschaft sehr groß ist.

 

30.07.2022: Lage am Morgen des 30.07.2022 – Pressemitteilung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Am gestrigen Abend sind bei dem regelmäßigen Erkundungsflug des Hubschraubers der Landespolizei weitere Brände mit starker Rauchentwicklung entlang der Grenze im Bereich Zschand / Partschenhörner aufgeklärt und von den Einsatzkräften bekämpft worden. Bei dem morgendlichen Aufklärungsflug, der als Grundlage für die tägliche Lageanalyse dient, wird erkundet, ob es über Nacht eine Veränderung der Ausmaße und Intensität gegeben hat. Die Feuer werden am heutigen Sonnabend intensiv bekämpft.

Gegenwärtig regnet es leicht im Einsatzgebiet, jedoch nicht genug, um Brandverhalten und Aufwand der Löscharbeiten zu beeinflussen. Das Wetterradar zeigt auch eher verhaltene Niederschläge, so dass die Einsatzkräfte davon ausgehen, dass mit dem Regen voraussichtlich keine spürbare Entspannung zu erwarten ist.

Am Morgen waren 350 Kräfte im Einsatz, die auf 150 Hektar mit 66 Fahrzeugen im Kampf mit den Flammen stehen. Zusätzlich unterstützt werden sie durch zwei weitere Hubschrauber zur Luftlöschung, die am heutigen Sonnabend ihre ersten Einsätze fliegen werden. Damit sind nunmehr 13 Hubschrauber für Löschflüge im Einsatz. Außerdem sind Quads angekommen, mit denen die Versorgung der Kameraden in den vordersten Bereichen einfacher und schneller durchgeführt werden kann.

Seit Beginn der Löscharbeiten am Montag sind vier Kameraden verletzt worden, von denen zwei stationär behandelt werden mussten. Verletzte unter der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Waldbrand gibt es glücklicherweise zum aktuellen Zeitpunkt keine. Wir wünschen den Kameraden gute Besserung und schnelle Genesung.

Das Landratsamt weist zudem erneut darauf hin, dass die Auslösung des Katastrophenalarms für eine Gemeinde nicht gleichbedeutend mit einer Evakuierung ist. Durch die Auslösung des Katastrophenalarms kann eine bessere Koordinierung der Einsatzkräfte ermöglicht und der Zugriff auf weitere Einsatzkräfte für nötige Löscharbeiten sichergestellt werden. Die Einsatzkräfte werden dabei der bestehenden Technischen Einsatzleitung unterstellt und durch die Katastrophenschutzbehörde des Landratsamtes unterstützt.