Fische

Das dichte Fließgewässernetz der Sächsischen Schweiz (0,95 – 1,70 km/km²), das hauptsächlich aus der Elbe und deren Zuflüssen besteht, bietet Lebensraum für 40 verschiedene Fischarten. Verbesserte Wasserqualität und Wiederansiedlungsprojekte haben dafür gesorgt, dass schon einst ausgestorbene Arten, wie z.B. der Atlantische Lachs, in die Bäche und Flüsse der Sächsischen Schweiz zurückgekehrt sind. Vor allem Wanderfische, die über lange Distanzen wandern – wie der erwähnte Atlantische Lachs – sind allerdings noch immer im Nachteil. Solche Fischarten sind auf die Durchgängigkeit eines Flusses angewiesen oder stellen spezielle Ansprüche an Laichgebiete im Oberlauf. Doch nicht ein einziger Zufluss der Elbe im Gebiet der Sächsischen Schweiz besitzt komplette Durchgängigkeit. Besonderheiten der hiesigen Fischfauna sind unter anderem Bitterling, Elritze, Quappe und die sonst recht seltene Groppe sowie ein Vertreter der Rundmäuler, das Bachneunauge.

Der Atlantische Lachs (Salmo salar), der bis zu 1,20 m lang werden kann, war bis vor etwa 100 Jahren eine der Charakterarten der Flüsse der Sächsischen Schweiz. Diese Art verbringt einen Großteil ihres Lebens im Atlantischen Ozean und steigt nur zum Laichen Flüsse, wie die Elbe, und angrenzende Bäche hinauf. Mit zunehmender Gewässerverunreinigung und dem Flussverbau wurde er schon Ende des 19. Jahrhunderts seltener. Im Jahr 1930 fing man am Porschdorfer Wehr den letzten Lachs in der Sebnitz, einen 1,20 m langen Kupferlachs. 1994 begann die Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft bzw. ihr Referat Fischerei mit der Umsetzung eines Wiederansiedlungsprojektes. Eine Untersuchung der ehemaligen Laichbäche Lachsbach, Polenz und Sebnitz ließen diese für das Projekt geeignet erscheinen. Zum einen waren sie noch naturnah, zum anderen lebten darin noch Bachforellenbestände, die sich selbst zu reproduzieren vermochten. Im Herbst 1994 wurden die ersten Lachseier von einem als geeignet angesehenen Lachsstamm aus Schweden in der Forellenzuchtanlage Langburkersdorf aufgelegt. Im Frühjahr 1995 entließ man die ersten Brütlinge in die Bäche des Lachsbachsystems. Am 26. Oktober 1998 wurde am Rathmannsdorfer Wehr der erste wiedergekehrte Lachs nach 68 Jahren gefangen. Gegenüber 27 Lachsen aus dem Jahr 1998 kamen im Folgejahr schon 76 und im Jahr 2000 gar 113 Fische zurück. In den vergangenen Jahren suchten Lachse regelmäßig wieder ihre Laichgewässer auf. Von einer sich selbst reproduzierenden Population kann aber noch nicht gesprochen werden, weshalb man jedes Jahr erneut etwa 200.000 bis 350.000 Jungfische aussetzt.

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