Děčín / Tetschen

Stadt Děčín

Stadt Děčín mit Schlossansicht / Foto: Archiv Nationalparkverwaltung

Děčín liegt an der Elbe und besitzt den wichtigsten Eisenbahn-Grenzübergang zwischen Deutschland und Tschechien an der Strecke Berlin-Dresden-Prag. Děčín entwickelte sich zu einer 140 km² großen Industrie- und Verwaltungsstadt im Norden Böhmens. Die Dresden-Bodenbacher Eisenbahn wurde am 6. April 1851 (letzter Streckenabschnitt von Krippen nach Bodenbach) eröffnet und ist heute Teil einer der wichtigsten europäischen Eisenbahn-Magistralen. Mit dem Ausbau der Bahn entwickelte sich auch zunehmend der Fremdenverkehr. Das enge, bezaubernde Elbtal zwischen Deutschland und Tschechien bietet zudem eine Vielzahl an Wanderzielen. Das Zentrum der ersten Besiedlungen lag unterhalb des jetzigen Schlosses. Die Lage der Ansiedlung am sogenannten „Lausitzer Weg“ gewann zunehmend an Bedeutung durch den Handel auf der Elbe nach Sachsen und in die Lausitz (Salzhandel, Holzflößerei). Wann Děčín Stadtrecht erlangte, ist urkundlich nicht nachgewiesen. Allerdings litt der Ort oft unter Überschwemmungen. An der steilen Westwand des Schlossfelsens wurde seit dem Mittelalter der Wasserstand bei Hochwässern verzeichnet. An dem Felsen sind regelmäßig die Pegelstände der größten Hochwässer seit dem 17. Jh. verzeichnet worden. Die älteste überlieferte Jahreszahl 1570 ist heute nicht mehr lesbar. Der Tetschner Pegel ist ein wertvolles hydrometrisches Denkmal und hat in Mitteleuropa keinen Vergleich. Unterhalb der sogenannten „Kettenbrücke“ befindet sich am linken Ufer der Elbe ein etwa 6 m² großer Basaltstein im Fluss, der nur bei Niedrigwasser sichtbar wird. Er wird als Hungerstein bezeichnet, weil sein Erscheinen mit der Einstellung der Schifffahrt auf dem Fluss zusammenhing und sowohl die Schiffer als auch die Bauern wegen der folgenden Trockenheit früher große Not litten. Seit 1417 werden auf dem Stein die Niedrigstwasserstände gekennzeichnet, die Angaben seit 1616 sind noch deutlich erkennbar. Der Stein trägt die Beschriftung „Wenn Du mich siehst, dann weine“.

 

Anreisemöglichkeiten

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Bahn Dresden-Prag und regional
Dampfer von Dresden nach Děčín
Fahrrad übder den Elberadweg

 

Geschichtliche Hinweise

Die Altstädter Brücke, 1574 durch Valentin Preussler erbaut, ist ein bedeutendes Renaissance-Denkmal und seit 1714 mit einer Statuengruppe der drei böhmischen Landespatronen des hl. Wenzel, hl. Veit und hl. Johann von Nepomuk verziert. Die Schafbrücke über den Eulaubach ließ Günter von Bünau 1561 für seine Schafe aus dem nahgelegenen Schafstall erbauen. Sie weist eine ungewöhnlich hohe Wölbung auf und wurde der Sage nach so eng gebaut, damit die Bauern, die bei ihrem Bau die Frohnarbeit verweigerten, sie nicht mehr mit ihren Wagen überqueren konnten. (Der Grund für diesen Brückenbau dürften aber eher Hochwässer am Eulaubach oder die Holzflößerei gewesen sein.)

 

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