Illegale Feuerstelle setzte Nationalpark in Brand
Am 28.5.2008 hat ein Feuer in unzugänglichen Riffbereichen im Nationalpark Sächsische Schweiz erneut wertvolle Natur zerstört und die Feuerwehren der Umgebung wieder zu erheblichem Einsatz unter extremen Bedingungen gezwungen.
Waldbrand in den Affensteinen am 28.5.08
Aufmerksame Bergsteiger meldeten gegen 13:00 Uhr Rauchentwicklung im Bereich der Affensteine. Erst eine Stunde später konnte die Nationalparkwacht den Brandherd auf dem abgelegenen Riff im Gebiet der Zerborstenen Türme zwischen Zurückesteig und Schrammsteinweg genau lokalisieren und den Feuerwehreinsatz einleiten. Sechs freiwillige Feuerwehren aus Bad Schandau, Schmilka, Krippen, Pirna, Königstein und Prossen waren mit 46 Kameraden und 12 Fahrzeugen bis gegen 21:00 Uhr im Einsatz. Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung waren noch an den Folgetagen dabei, kleinere Brandnester auf einzelnen Felsköpfen und in Felsrinnen in der Umgebung des Brandherdes zu ersticken.
Nach übereinstimmender Einschätzung der Nationalparkverwaltung und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Achim Schrön war erneut ein illegales Lagerfeuer die Brandursache. Damit scheint sich die traurige Brandserie der vergangenen Jahre aufgrund illegaler Feuerstellen von Besuchern des Nationalparks fortzusetzen. Ein natürliches Entstehen des Feuers, z.B. infolge Blitzschlag, kann ausgeschlossen werden. Offensichtlich haben hier Besucher des Nationalparks gelagert und trotz Waldbrandstufe 2 ein Feuer entfacht und damit den Brand verursacht. Die Nationalparkverwaltung weist erneut darauf hin, dass generell im Wald Feuern und Rauchen untersagt ist.
Jeder Besucher kann durch ein umsichtiges Verhalten dazu beitragen, die besondere Naturausstattung zu bewahren und aufwändige Einsätze zur Waldbrandbekämpfung zu vermeiden.