(10) Großer Winterberg - ein Basaltberg im Sandsteingebiet

Die Ansicht des Großen Winterberges von Labská Strán/ Elbleiten aus gesehen.

Großer Winterberg
Foto: Ute Michel
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Öffnungszeiten der Nationalpark - Informationsstelle Eishaus:

April, Oktober 10 - 17 Uhr

Mai - September 10 - 18 Uhr

Herbstliches Leuchten auf dem Großen Winterberg
Foto: Frank Richter

Mit 556 m Höhe ist der Große Winterberg der höchste Berg im rechtselbischen Gebiet der Sächsischen Schweiz und seit Beginn der Erschließung des Gebirges eines der beliebtesten Ausflugsziele. Auf dem Basaltgipfel wächst typischer Buchenwald mit artenreicher Bodenvegitation. Unterhalb des Großen Winterberg bietet das Kipphorn eine fantastische Aussicht in das Elbtal.

Das heutige Berghotel auf dem Gipfel wurde bereits in den Jahren 1848 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Von November bis März ist diese nur an den Wochenenden und den meisten Feiertagen (nicht am 24./25.12.) geöffnet. Das in den Jahren 2002/2001 sanierte historische Eishaus wird seitdem als Nationalpark-Informationsstelle genutzt.

Wandervorschlag:

Schmilka - Heringsgrund - Reitsteig - Großer Winterberg - Abstecher zur Kipphornaussicht - Erlsgrund - Schmilka

Anreise:

S-Bahn bis Bhf. Schmilka, Fährverbindung zum Ort,

Fahrrad über Elbradweg beiderseits der Elbe möglich

Auto bis Parkplatz Schmilka, Ortsmitte

Geschichtliche Hinweise:

Schon Wilhelm Leberecht Götzinger beschrieb in seiner 1812 herausgegebenen Beschreibung der Sächsischen Schweiz die Aussicht vom Großen Winterberg mit sehr begeisterten Worten.

Auch berühmte Dichter, Maler und Musiker, wie Hans Christian Andersen, Caspar David Friedrich, Carl Maria von Weber und Richard Wagner verkehrten hier und ließen sich von der einzigartigen Gegend für ihre Werke inspirieren. Auf dem sogenannten Malerweg kamen sie hier herauf und wanderten weiter bis nach Böhmen.

hist. Ansicht Winterberg

In Auftrag gegeben und finanziert wurde das Winterberg-Bauwerk durch das Königreich Sachsen, dessen König Friedrich August II. von Sachsen es ab Fertigstellung auch als Jagdsitz nutzte. Dies belegt ebenfalls der heute noch existierende Jagdpavillon am kleinen Winterberg.

Um 1818 entstand auf dem Gipfel des Winterbergs ein erstes Holzhaus mit angeschlossener Gastwirtschaft, welches später aber einem Brand, vermutlich durch Brandstiftung, zum Opfer fiel. Daraufhin wurde 1848 ein, nach den Plänen von Oberlandesbaumeister Karl Moritz Hänel, steinernes Gebäude im Schweizer Stil errichtet. Als Baumaterialien dienten vordergründig die im Winterberggebiet vorkommenden Basalt- und Sandsteine. Hänels vornehmliches Schaffensgebiet lag aber seinerzeit in Dresden. Zu den bekanntesten und bedeutendsten Bauwerken, an denen er mitwirkte, zählen die Dreikönigskirche und die Sempergalerie (heute Gemäldegalerie).

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Date: 2007-06-04 11:04