MALERWEG - 2. Abschnitt: Lohmen
In Lohmen wurde zu Beginn des Fremdenverkehrs in aller Regel übernachtet. Wenn man bedenkt, dass die Wanderer von Dresden über Pillnitz und Graupa kamen, ist das verständlich. Von Lohmen aus besuchte man auch noch Sehenswürdigkeiten in der unmittelbaren Nähe wie Lohmener Klamm (wo die Wesenitz Brausenitz heißt) - Vordermühle - Hintermühle - den Englischen Garten, den Kohlberg oder die Alte Poste.
Das Lohmener Schloß
Foto:Frank Richter
Charakteristik
Beeindruckende Lage des Schosses auf einem schroff abbrechenden Fels über der Wesenitz. Von Mühlsdorf kommend wird im Tal die merkenswerte Brücke mit altem Steinkreuz benutzt. Die 1786/88 neu erbaute Kirche wurde als eine der schönsten Kirchen Sachsen (Andersen) gerühmt .
Markante Punkte
(1) Brücke über die Wesenitz
(2) Schloß
(3) Kirche
(4) Lohmener Klamm
Künstler in Lohmen
Maler:
Adrian Zingg (Schloß mit Wesenitzbrücke)
Christian A. Günther (Schloß mit Wesenitzbrücke)
Johann P. Veith (Schloß mit Wesenitzbrücke)
Karl Blechen (Schloß)
J. Oeser (Schloß)
Schriftsteller:
Carl Nicolai (1801)
Wilhelm L. Götzinger (1804, 1812)
Hans Christian Andersen (1831)
Zitat und Bildbeispiel
Hans Christian Andersen (1831): Reise nach Dresden und in die Sächsische Schweiz:
Adrian Ludwig Richter: Lohmener Schloß
Sammlung Hasse im NLP Sächsische Schweiz
Der Kupferstich zeigt eine Untersicht auf das
Schloß und eine Brücke, die es heute nicht
mehr gibt.
Die Darstellung gehört zu den "70 Malerischen
An- und Aussichten...." aus dem Jahr 1820,
beidenen der 15jährige Ludwig Richter seinen
VaterCarl August Richter unterstützte
...“Bei Mühlsdorf stiegen wir ins Tal hinab, überschritten die Wesenitz auf einer Brücke und befanden uns in dem Flecken Lohmen. Dieser ist früher eine kleine Stadt gewesen und hat noch manche städtische Gerechtsame; das Schloß erhebt sich auf einem hervorragenden Felsen, hoch über dem Fluß; beide Hauptgebäude desselben sind durch einen Altan verbunden, der auf einer Felsspitze angelegt ist, von der man eine herrliche Aussicht auf die romantische Umgebung genießt. ... Nicht weit davon liegt die Kirche; man sagt, daß es eine der schönsten Dorfkirchen in ganz Sachsen sei. Sie kam uns ganz besonders freundlich
vor;...“