MALERWEG - 3. Abschnitt: Uttewalder Grund
Dritter Abschnitt des Malerweges: ein System von engen Haupt- mit einer Reihe von Seitenschluchten. An den Uttewalder Grund schließt sich unmittelbar der Wehlener Grund an. Genau an dieser Stelle zweigt der Zscherregrund ab, der auf den künstlerischen Darstellungen oft auch irrtümlicherweise als Uttewalder Grund bezeichnet wurde.

Stufen zum Uttewalder Grund
Foto: Frank Richter
Charakteristik
Canonartige, tief eingeschnittene Schluchten. Oft treten die hohen Felswände dicht aneinander heran. Durch die geringe Sonneneinstrahlung in manchen Bereichen düster und feucht. Skurriler Baumbewuchs auf den Felsriffen und auch
oft an den Wänden. Farnreich, gerade dadurch interessante Farbspiele von hellem Grün (im Frühjahr) und gelb bis rostrot (im Herbst).
Markante Punkte
(1) Historische Stufen von Uttewalde (alter Steinbrecherweg),
(2) Uttewalder Felsentor (Die berühmteste Stelle des Grundes zum Beginn der touristischen Erschließung.),
(3) Teufelsküche,
(4) Steinernes Haus,
(5) Felsenhalle im Zscherregrund,
(6) (Pseudo)felsentor im Zscherregrund, - viele Felsinschriften (Kreuze mit Jahreszahlen von Abstürzen u.ä.)
Künstler im Uttewalder Grund
Maler:
Caspar David Friedrich (Felsentor),
Friedrich Chr. Klaß (1752 - 1827, Felsenhalle)
Christian A. Günther (Felsentor, Felsenhalle)
August Heinrich (Felsmotive, Schluchtmotiv),
Karl W. Götzloff (Waldbild),
Karl Blechen (Fels- und Baumstudien),
Johan C. Dahl (Felsmotiv),
L. Richter (Felsentor),
Johann G. Jentzsch (Felsenhalle),
Carl G. Carus (Felsenhalle),
Wizani (Weg nach der Bastei),
C. A. Richter (Kupferstich Felsenhalle),
Christian G. Hammer (Felsentor)
Paul Preisler (Wegmotiv mit Felsen),
eine Reihe unbekannter Künstler (Felsentor)
Schriftsteller:
Carl Nicolai (1801),
Hans Christian Andersen (1831),
Karl Immermann (1831),
Wilhelm L. Götzinger (1804, 1812)

Im Uttewalder Grund
Foto: Frank Richter
Zitat und Bildbeispiel
Mary Shelley (England), 1841:
anonym: Am Uttewalder Felsenthor
Sammlung Hasse im NLP Sächsische Schweiz
"Während wir unseren Weg durch den engen Hohlweg gingen, stiegen die Felsen rechts wie links lotrecht empor und schlossen uns mit Wänden ein... Die Klippen sind in tausend phantastische Gebilde gebrochen und zu zahllosen schroffen Säulen, Pfeilern und Gipfeln geformt, mit riesigen Höhlen, mächtigen Portalen und hochragenden Bogengängen; das Ganze mit Kiefern bedeckt, mit üppig wachsenden Büschen aller Art begrünt... der Bach plätschert murmelnd in seinem felsigen Bett dahin. Der Pfad schlängelt sich an ihm entlang und steigt dabei über die Felsen auf und ab... Verschiedene Hohlwege zweigen vom Hauptweg ab und werden zahlreich und verwickelt, vielgestaltig durch riesige, seltsam geformte Höhlen, manche zum Himmel geöffnet, manche dunkel und tief."