Malerweg (20) Lilienstein

MALERWEG - 20. Abschnitt: Lilienstein

Der aufgrund geologischer Besonderheiten höhere Lilienstein (gegenüber der Festung Königstein) ist das Musterbild eines Tafelberges. Er hat in jeder Beziehung eine Ausnahmestellung in der Sächsischen Schweiz, sowohl als Ausichtsberg, als auch in seiner Wirkung auf die "Schweizreisenden". Viele Künstler, bis heute, haben sich mit ihm auseinandergesetzt. Als Endpunkt des Malerweges ist ein ein glanzvoller Abschluß. Ebenfalls wie der festung Königstein sollte man ihm mehr Zeit widmen als nur eine schnelle Besteigung.

Der Lilienstein vom Hohburkersdorfer Rundblick
Foto: Frank Richter


Charakteristik

Der "König" der Tafelberge steht im Zentrum der Sächsischen Schweiz und wird von der Elbe in einer weiten Schleife umflossen. Seine Aussichten sind nach jeder Richtung grandios. Im Zusammenspiel mit den häufigen Nebeln im Elbtal lassen sich auf ihm oder als Blickbeziehungen zu ihm Stimmungsbilder von außergewöhnlicher Stimmung erleben. Hier bekommt das Wort Erhabenheit Inhalt.

Während die Ostseite relativ kompakt ist, zeigt die Westseite eine starke Gliederung mit Schluchten Hörnern und engen Durchgängen.

Markante Punkte

(1) Blicke zum Lilienstein (von Rathen, vom Kleinen Bärenstein, von Rathewalde...)

(2) Blicke vom Lilienstein (Osthorn)

(3) Blicke vom Lilienstein (Westhorn)

Künstler des Lilienstein

Maler:

Johann Alexander Thiele (Lilienstein-Westseite)

Johann G. Schön (Lilienstein-Gesamtansicht)

Johann Chr. Klengel (Lilienstein-Gesamtansicht)

Adrian Zingg (mehrere Ansichten des Liliensteines)

Capar David Friedrich (Blick zum und vom Lilienstein)

Adrian L. Richter (Liliensteinblicke)

Christian Hammer (Lilienstein)

Robert Kummer (Lilienstein Westecke)

Karl Blechen (Fernblick von Rathewalde)

eine Reihe weiterer teils unbekannter Künstler

 

Schriftsteller:

Carl Nicolai (1801)

Wilhelm L. Götzinger (1804, 1812)

Hans Christian Andersen (1831)

Zitat und Bildbeispiel


anonym: Lilienstein
Sammlung Hasse im NLP Sächsische Schweiz
Carl Heinrich Nicolai (1801):

"Der Weg ist etwas steil und beschwerlich. Mancher beschreibt ihn auch gefährlich; er ist es aber nicht, wenn man nur nicht sehr schwindlig ist und sich nicht durch die Einbildungskraft und Furcht dahinreißen läßt, sich Gefahr vorzustellen... Überall wo man aus den Bäumen an den Rand tritt, hat man ganz natürlich die prächtigsten Aussichten... Und was ist hier ... für eine Aussicht, über Schandau und den Winterberg weg, in die böhmischen Gebirge! Die setzt das ganze Herz in abermalige Bewegung."

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Date: 2007-06-04 09:24