Malerweg (16) Winterberg

MALERWEG - 16. Abschnitt: Kleiner und Großer Winterberg

Der Große Winterberg mit seinem kleineren Pendent bieten im wahrsten Sinn des Wortes den Höhepunkt des Malerweges. Die 556 m des Großen Winterberges wollen erstiegen sein. In allen Beschreibungen spielt der Pavillon am Kleinen Winterberg eine herausragender Rolle. Hier geht es um das Jagdabenteuer Friedrich Augusts. II.

Die alle überwältigende Aussicht vom Großen Winterberg, wenn man den Beschreibungen glauben darf, ist auch für den heutigen Naturliebhaber beeindruckend. Allerdings ist sie nicht mehr vom Gipfel zu genießen, sondern vom nahegelegenen Kipphorn.

Auf dem Großen Winterberg
Foto: Frank Richter


Charakteristik

Ein breiter gewölbter Rücken mit einem Basaltgang, der neben dem Berggasthaus wunderbar aufgeschlossen ist. Heute, im Gegensatz zum frühen 19. Jahrhundert, ist der Berg dicht bewachsen mit alten Bäumen (Buchen, Ahorn u.a.)

Markante Punkte

(1) Pavillon Kleiner Winterberg

(2) Kuppe Großer Winterberg

(3) Vorplatz des Winterberggasthauses

(4) Kipphornaussicht

Künstler des Winterberges

Maler:

Adrian Zingg (Blick gegen Schandau)

Adrian L. Richter (Blick gegen Schandau)

C. W. Arlt (Winterbergaussicht)

B. Bürger (Winterbergaussicht)

E. Lütke (Kuhstallhöhle)

eine Reihe unbekannter Künstler

Schriftsteller:

Carl Nicolai (1801)

Wilhelm L. Götzinger (1804, 1812)

Hans Christian Andersen (1831)

Carl Immermann (1831)

 

Blick von der Kipphornaussicht am Großen Winterberg gegen Schandau



Zitat und Bildbeispiel

 

Adrian Ludwig Richter: Aussicht vom
Großen Winterberg
Sammlung Hasse im NLP Sächsische Schweiz

Carl v. Voß (1822):

"Während wir jeden Reiz der weiten Umgebung zu entdecken bemüht waren und unaufhörlich bey unserem Führer bald nach den Namen dieses Ortes oder jener Bergspitze forschten, erhoben sich die Abendnebel, erfüllten die meisten Thäler mit dem reinsten Silberglanz und schwebten in lichten Wolken um die grauen Felsenspitzen. Plötzlich erglühten sie, von den Strahlen der eben hinabsinkenden Sonne getroffen, an mehreren Stellen im hellsten Feuerscheine und färbten sich immer röther und feuriger, bis sie den Anschein glutrother Lavaströme erhielten. Wir machten einander auf dies Schauspiel aufmerksam, als ein nicht minder anziehendes unsere Blicke fesselte: die leichten Nebel, die in unserer Nähe am Fuße des Winterberges aufstiegen, kleideten sich nämlich in alle Farben des Regenbogens und zogen wie Irisflügel langsam an uns vorbey. Es war, als hätte die Natur an diesem merkwürdigen Abend alle ihre seltensten Schönheiten vor uns entschleyern wollen, und unschlüssig weilte unser Blick bald auf dieser, bald auf jener Erscheinung. Sprachlos, diesen Eindrücken ganz hingegeben, bemühte ich mich, dies wundervolle Bild tief in meine Seele einzuprägen, um es bis ans Ende meines Lebens zu bewahren."

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Date: 2007-06-04 09:18