MALERWEG - 13. Abschnitt: Schandau mit Elbtal
Schon in Prossen bekamen wir einen Eindruck des Elbtales, der sich bei Schandau verstärkt. Der markante Rücken des Großen Winterberges baut sich über der Stadt auf. Die kleine Stadt auf dem schmalen Schwemmsandkegel ist bei aller scheinbaren Idylle immer wieder vom Hochwasser bedroht, wie an den Hochwassermarken in der Stadt abzulesen ist.

Blick gegen Bad Schandau
Foto: Frank Richter
Charakteristik
Die Stadt seht bei unserer Betrachtungsweise (aus der Sicht der Maler) immer in Beziehung zur Umgebung. Das ist in erster Linie die Elbe. Dazu kommen die Scharmmsteine, die sich gewissermaßen über der Stadt aufbauen,wenn auch die markantesten Sichtachsen zugewachsen sind. Ein charakteristisches Motiv ist auch die Elbfront der Hotel. Die nahe gelegene Ostrauer Scheibe gehörte schon immer zu den Punkten, die von Bad Schandau aus besucht wurden. Von dort wirken die nahen Schrammsteine wie Kulissen.
Markante Punkte
(1) Schandau
(2) Elbtal bei Schandau
(3) Krippener Seite
(4) Ostrauer Scheibe
(5) Kirnitzschtal
Künstler von Schandau und Umfeld
Maler:
Capar David Friedrich (Blick zur Stadt, )
Adrian Zingg (Schandau gegen die Schrammsteine, Schandau elbabwärts)
Johann Ph. Veit (Schandau)
Chr. G. Hammer (Schandau elbabwärts)
Stadtler (Schandau elbabwärts)
Adrian L. Richter (Schandau elbabwärts, Schrammsteine
E. Hasse (Schandau mit Winterberg)
Chr. Sprinck (Schandau gegen Lilienstein)
Joh. S. Bach (Schandau gegen Lilienstein)
L. Lütke (Schandau)
eine Reihe unbekannter Künstler
Schriftsteller:
Carl Nicolai (1801)
Wilhelm L. Götzinger (1804, 1812)
Hans Christian Andersen (1831)
Theodor Körner
Blick elbwärts gegen Bad Schandau
Foto: Frank Richter
Zitat und Bildbeispiel

C. Reiss: Schandau elbaufwärts
Sammlung Hasse im NLP Sächsische Schweiz
Theodor Körner über Schandau:
"Solche Malereien erfreuen vielleicht manchen, wenn er selbst da war ... aber jedem anderen muss das Bild bedeutungslos erscheinen. Ich halt’ es für das Vernünftigste, wenn man an solchen Kraft- und Prachtplätzen der Natur nur seine Empfindung so individuell wie möglich ausspricht. Ich kann mir viel leichter aus der Stimmung, in die ein Mensch beim Anblick einer Naturschönheit versetzt wird, den Charakter derselben versinnlichen ..."
Carl v. Voß (1822): "Am linken Elbufer, dem Saume einer Nadelwaldung folgend, erreichten wir bald das Städtchen Schandau, nach dem wir uns zuvor auf einer Fähre hatten übersetzen lassen. Es liegt reizend an der Mündung des Kirnitzschbaches in die Elbe. Über die waldigen Berge, welche sich hier aus dem Elbthal erheben, ohne es einzuengen, ragen die steilen Felsenzacken der Schrammsteine, und hinter ihnen schließt der große Winterberg die romantische Aussicht."