Malerweg (10) Hohnstein

MALERWEG - 10. Hohnstein

Hohnstein ist von allen Orten der Sächsischen Schweiz der Malerischste. Die charakteristische Burg auf dem Bergsporn, die verwinkelte Anlage der Stadt mit der herrlichen Kirche und die tiefeingeschnittenen Gründe machen einen Besuch in Hohnstein zu einem besonderen Erlebnis. Meist wurde früher, als der Malerweg begangen wurde, in Hohnstein übernachtet. Das alte Gasthaus "Zum Hirsch", in dem schon Zingg übernachtete, steht noch heute am Markt.

 

Hohnstein
Foto: Frank Richter



Charakteristik

Die Burg auf dem markanten Felssporn, der schroff zum Bärengerten abbricht bestimmt das Bild der Stadt. Ebenso beeindruckend sind die Schluchten rings um die Burg, allen voran der Bärengarten und der Schindergrabe. Hohnstein bot den Malern eine Fülle von Motiven. Zingg hat auch die markenten Höhlen im unmittelbaren Umfeld der stadt in seine Bildkompositionen einbezogen.

Markante Punkte

(1) Burg Hohnstein (Burggarten)

(2) Weg am Bärengarten zur Gautschgrotte

(3) Schindergraben

(4) Ritterfelsen
(5) Napoleonschanze

Künstler von Hohnstein
Maler:
Adrian Zingg (das Schloß von verschidenen Seiten)

A. L. Richter (Aussicht vom Hockstein)

E. F. Oehme (Schloß)

Captn. R. Batty (Stadt und Schloß)

eine Reihe unbekannter Künstler (Varianten nach A. L. Richter)
Schriftsteller:
Carl Nicolai (1801)
Wilhelm L. Götzinger (1804, 1812)
Hans Christian Andersen (1831)

Zitat und Bildbeispiel

J. C. A. Richter: Schloß Hohnstein
Sammlung Hasse im NLP Sächsische Schweiz




Ein beliebtes Motiv vom Schloß, wenn auch der
überhängende Felsen stark übertrieben ist.

Carl Heinrich Nicolai (1801):

"Auf der obersten Höhe ist die Aussicht malerisch und Hohnstein erblickt man mit den Ruinen des alten Schlosses auf einem steilen Felsen.... Dan sieht man mit Staunen das Städtchen mit dem Schloß hoch über sich wie in den Wolken schweben..."



Wilhelm Leberecht Götzinger (1804):

"Zuletzt muß ich noch von dem Städtchen anführen, daß es mit den geistlichen Gebäuden aus 106 Häusern besteht und mit Inbegriff des Schlosses und Vorwerkes 750 Einwohner zählt, die sich von Leinwandweben, Garnspinnen und der Landwirtschaft nähren. - Die hiesige 1725 erbaute Kirche ist eine der schönsten in dieser Gegend."

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Datum: 2007-06-04 08:40