Malerweg (6) Bastei

MALERWEG - 6. Abschnitt: Bastei

Mit der Bastei führt uns der Malerweg auf den berühmtesten Ort der Sächsischen Schweiz. Die eindrucksvolle Aussichtskanzel, 190 m überm Elbtal, war wohl der landschaftliche Auslöser für die Entwicklung des Elbsandsteingebirges als Reisegebiet.

Zur touristischen Infrastruktur zählten schon bald das altberühmte Berggasthaus (1826) und vor allem die steinerne Basteibrücke (1850/51). Ein Besuch der Sächsischen Schweiz ohne den Abstecher zur Bastei ist undenkbar.


Bastei
Foto: Frank Richter

Charakteristik
Imponierende Fernsicht über dem markanten Elbbogen vom Lausitzer Bergland über das ferne Böhmen bis hin zum Erzgebirge am Horizont. Besondere Spannung erhält der Punkt durch den überaus jähen Abbruch der hohen Felswände.
Die Basteibrücke führt atemberaubend, aber bequem, mitten durch ehemals frei stehende Felstürme hindurch. Immer wieder gibt es seitliche Aussichtpunkte. Keine Stelle der Sächsischen Schweiz bietet eine solche Vielfalt an Landschaftseindrücken.

Markante Punkte
(1) Basteiaussicht
(2) Basteibrücke (mit Neurathener Felsentor)
(3) Ferdinandaussicht
(4) Aussicht am Kanapee
(5) Felsenburg Neurathen
(6) Aussicht am Tiedge
(7) Wehlsteinaussicht

Künstler des Basteigebietes
Maler:

Capar David Friedrich (Felsenschlucht, Öl)
Johan C. Dahl (Basteiaussicht)
Adrian L. Richter (Bastei, Neurathen, Basteiwände)
Captn. Batty (Basteiwände)
eine Reihe unbekannter Künstler (Varianten nach A. L. Richter)
Adrian Zingg (interessanterweise bisher kein Basteimotiv bekannt)
Schriftsteller:
Carl Nicolai (1801)
Wilhelm L. Götzinger (1804, 1812)
Hans Christian Andersen (1831)

Zitat und Bildbeispiel


Adrian Ludwig Richter: Das Neurathener Felsentor
Sammlung Hasse im NLP Sächsische Schweiz

Reiseführer (1852):

"Die Bastei bildet den Hauptknotenpunkt des geselligen Reiseverkehrs der sächsisch-böhmischen Schweiz, und gibt während der großen Reisesaison eine Art Sammelplatz für die fashionable und nichtfashionable Welt Europas ab. An schönen Sommersonntagen und zumal zur Zeit der allgemeinen deutschen Völkerwanderung, in der Pfingstwoche, ist der Zusammenfluß von Menschen auf dieser wunderschönen Felsplatte so groß, daß kaum einige Erfrischungen und ein Sitzplätzchen zu erlangen sind. Das Treiben ist hier alsdann auch von der Art, daß man sich eher auf einem Jahrmärkte, als auf einem durch seine Naturschönheit ausgezeichneten Punkte zu befinden glaubt."

unbekannt (vor 1826):

"Zuletzt mußte man über eine Schlucht, über welche nur eine lange Leiter lag, so daß die Passage nur rittlings und mit peinlicher Langsamkeit geschehen konnte. Noch schlimmer fand es bis 1826 derjenige, der vom Felsentor zur Steinschleuder wollte, denn hier lag, an der Stelle des Hauptteiles der heutigen Brücke nur ein mit Handhabe versehener Balken , der nur noch leichtere Personen zu tragen vermochte; starke und schwindliche Personen wären hier unrettbar verloren gewesen. Von der Steinschleuder konnte man gar nicht weiter nach der Bastei gelangen..."

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Date: 2007-06-04 09:20