Der Malerweg

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Der neue Malerweg -

112 km Wanderromantik

Seit Juni 2006 kann man das sächsische Elbsandsteingebirge auf den Spuren berühmter Maler neu entdecken. Ein gepinseltes "M" markiert den Wegeverlauf, der sich in einigen Abschnitten mit dem Verlauf des historischen Malerweges deckt.

Mehr zur neuen Hauptwanderroute durch die Sächsische Schweiz finden Sie hier... (www.maler-weg.de)

Eine Standardroute bildet sich heraus

Im Zusammenhang mit dem allgemeinen Forscherdrang des 18. Jahrhunderts werden auch Beschreibungen des „Pirnischen Sandsteingebirges“ (Helck, 1750) vorgelegt. Aber erst W. L. Götzingers Werk „Geschichte und Beschreibung des Chursächsischen Amts Hohnstein mit Lohmen... „ (1786) und vor allem die Begeisterung des Autors selbst zieht die ersten Wanderer ins Gebiet.

Der dreiundzwanzigjährige C. A. Engelhardt informiert sich beim Pastoren-Kollegen Götzinger, begibt sich auf abenteuerliche Tour und schreibt, tiefbeeindruckt vom unbekannten Felsenland, die heute berühmten „Malerischen Wanderungen“ (1794/95). Die Kupferstiche von J. Ph. Veith sind die ersten Illustrationen eines Reiseführers für die Sächsische Schweiz.


1801 erscheint der erste praktische Reiseführer des Pastors C. Nicolai aus Lohmen in handlichem Format: „Wegweiser durch die Sächsische Schweiz“. Dieses Büchlein macht Furore und lockt die Besucher in Scharen in die wilden Gründe.

Nicolai hat die Hauptpunkte markiert, nur bis zum Prebischtor ist er noch nicht gekommen. Seine Nachfolger berufen sich zwar auf ihn, gehen aber oft auch eigene Wege. So ergibt sich kein homogenes Bild einer Standardroute, die später dann Malerweg genannt werden soll (Johannes Georgi, 1960). Jedoch in seinen vielen Varianten und Abweichungen widerspiegelt diese Route die Vielseitigkeit des Gebietes.

Der Zustrom der „Schweizreisenden“ forderte laufend Verbesserungen: Bau eines neuen Aufstiegs zur Bastei (Vogeltelle, 1818) oder Bau der Steinbrücke zum Hockstein (1822).


Jedoch, die rund 30 (!) bekannten Reisebeschreibungen zwischen 1795 und 1851 (einschließlich veränderter Nachauflagen) folgen dem gleichen Muster, betreten die Sächsische Schweiz im Liebethaler Grund und streben hin zum Prebischtor. Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Dresden-Tetschen-Bodenbach (1851) ändert sich das Reiseverhalten grundsätzlich und die historische Standardroute, der Malerweg , gerät in Vergessenheit.

Wer bis dahin künstlerisch in der Sächsischen Schweiz unterwegs war, zeigt die Übersicht.

Erst heute erinnert man sich wieder an die alte Route. Besucht man die berühmten Punkte und vergleicht sie mit den künstlerischen Darstellungen, so ergibt sich eine faszinierende Sicht auf die Sächsische Schweiz beim Vergleichen des Gestern und Heute. Die Maler mit ihrer sensiblen Naturbeobachtung helfen uns genauer hinzusehen und zeigen uns oft den Blick hinter die spektakuläre Oberfläche.

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Datum: 2009-02-05 16:19