Maler und Landschaft

Das Verhältnis des Menschen zur Natur hat sich seit der Mitte des 18. Jh. im Zuge der Entwicklung der Naturwissenschaften sowie durch die zunehmende Urbanisierung und aufkommende Industrialisierung wesentlich verändert.

Dem trägt auch die Landschaftsmalerei Rechnung, sowohl in der Wahl ihrer Motive, als auch in der Art ihrer Darstellung. Die Landschaftsmaler wählten nicht mehr wie beim idealen Landschaftsbild einzelne vorbildliche Elemente aus der Natur aus und fügten und sie dann nach (klassischen) künstlerischen Gesichtpunkten zu einem neuen harmonischen Ganzen zusammen, sondern sie stellten ihre unmittelbare Umgebung, die bis dato nicht in der Breite für darstellungswürdig angesehen wurde, dar.

Das gänzlich Neue in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist das Aufsuchen der Natur in Erwartung eines ästhetischen Erlebnisses.

Deshalb spielen die ästhetischen Kategorien des Sublimen, Erhabenen und die des Pittoresken, Malerischen, eine so große Rolle, und werden von den Dichtern beschrieben, den Malern gezeichnet und in deren Folge von den Bildungstouristen aufgesucht. (S. Weisheit-Possél)

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Datum: 2007-05-31 13:22