Zeichenstil

Zinggs Zeichenstil

Bildbeispiel Umrißradierung und Ausführung mit Sepiatusche
Ausschnitt Kuhstall

Zingg arbeitete nach der sogenannten Aberli’schen Manier:

Die Konturen einer Gegend werden mit präzisen bewegten Linien umrissen. Nun werden die Binnenformen mit Tusche oder Wasserfarben laviert (verwischt).
Die in grauen oder braunem Ton gehaltenen Blätter sind von großer Ästhetik.


Zingg hat so die sächsische und böhmische Landschaft meisterhaft in seinen Werken erschlossen. Zingg bietet immer eine ausgewogene Komposition. Er zeichnet energisch und sensibel, meist toporaphisch genau.

Auffallend ist mitunter, dass die Bilder in der horizontalen Achse gestaucht sind. Dadurch wirken z.B. Tafelberge oft höher und schlanker. Dieses Merkmal weist auf die Verwendung eines sogenannten Malerspiegels (Cloudeglas) hin, für den es in der Literatur Hinweise gibt (Briefwechsel zwischen Salomon und Conrad Gessner).

Zinggscher Baumschlag

Zum festen Repertoire gehören Kürzel wie Baumkronen, Laub (runde Lindenmanier, gezackte Eichenmanier) und ein frei gestalteter Vordergrund. Die Staffagefiguren wirken als Bindeglied zwischen Vorder- und Hintergrund und geben die Größenverhältnisse wider.

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Date: 2007-05-31 14:10