Das neue Medium
Die Eröffnung der Eisenbahnlinie Dresden-Tetschen (1851) bewirkte eine rasante Entwicklung des Fremdenverkehrs in die Sächsische Schweiz. Damit stieg auch der Bedarf an Erinnerungsbildern von der besuchten Landschaft.
Die Fotografie bot alle Möglichkeiten zur Befriedigung dieses Bedürfnisses. Fotografie stand immer mit Vervielfältigung der Bilder im Zusammenhang. Die grenzenlose Reproduzierbarkeit der Welt war das Faszinosum.
Die Fotografie löste die herkömmlichen Techniken wie Kupferstich, Stahlstich oder Lithographie ab und gewann als Massenmedium zunehmende Bedeutung.
Von Anfang an aber schieden sich auch die Geister über das Wesen der Fotografie:
„Fotografie bringt ohne menschliches Zutun, somit objektiv allein durch kluge technische Nutzung der Kräfte des Lichts wie der Eigenschaften bestimmter Stoffe, Bilder hervor. Das könne keine Kunst sein.“
Andererseits sprach gerade das wirklichkeitsnahe Abbild der Landschaft die Menschen an.
Die Entwicklung der Postkarte stand in engem Zusammenhang mit der Fotografie.