Klappentext zum Buch Labyrinth (Auszug):
Franz Fühmann sprach, bezogen auf Wieland Förster, von einer «Rigorosität des Alles-oder-Nichts» Dies wird besonders sichtbar darin, daß Wieland Förster jah-relang gefangen war durch eine kleine Felsgruppe in der Sächsischen Schweiz, eben das Labyrinth, in der er die Gefährdung unserer Welt, ausgeglüht zu werden durch menschliche Schuld, bar der Vegetation und jedes Lebens zu sein durch unseren Verschleiß der Umwelt, als bedrohliches Gleichnis erlebte. Zwar ist die Natur jederzeit die Meisterin des Bildkünstlers Wieland Förster gewesen, aber zugleich eine Herausforderung im Sinne Cezannes: im Kunstwerk muß eine zweite Wirklichkeit entstehen, eine neu gefügte Welt, die zugleich die menschliche Dimension einbringt. Förster ging immer wieder ins Labyrinth, studierte Details und das Ganze, er entwarf und verwarf. Im Tagebuch werden die Arbeitsschritte festgehalten, in die sich Selbstbeobachtungen und Zeitaufnahmen hineinschrieben. Die Kindheit kehrt wieder, die erste naive Begegnung mit dieser Landschaft, die dem 1930 in Dresden geborenen Wieland Förster Heimat war. Die Erfahrungen der Jugend- und Mannesjahre äußern sich als Verlust jeder Geborgenheit, als Sturz aus der Heimat, und lang ist der Weg der Wiederholungen, Anfechtungen und der Bewältigungsversuche, fast eine mythische Reise durch eine Unterwelt, ehe Förster den letzten Satz ins Tagebuch schreiben kann: «Ich habe den Himmel wieder!»