Eichen-Hainbuchenwälder (Carpinion)

FFH-LRT 9170

Diese in wärmebegünstigten Gebieten wachsende mesophile und nur wenig hygrophile Waldgesellschaft kommt vor allem auf den verebneten der Lößlehmflächen der vorderen und linkselbischen Sächsischen Schweiz vor.

Vielfach ist diese Gesellschaft durch langjährige anthropogene Beeinflussung verändert und degradiert worden, so daß in den heutigen Schwerpunktgebieten des Ackerbaues nur noch geringe Reste dieser Waldgesellschaft (Feldgehölze) zu finden sind.

In der Baumschicht herrschen Traubeneiche (Quercus petraea), Hainbuche (Carpinus betulus) und Winterlinde (Tilia cordata) vor, in feuchteren Bereichen wird die Traubeneiche durch die Stieleiche (Quercus robur) ersetzt.

Die Bodenflora ist durch mesophile Arten wie Busch-Windröschen (Anemone nemorosa), Echte Sternmiere (Stellaria holostea), Goldnessel (Galeobdolon luteum), Haselwurz (Asarum europaeum), Nesselblättrige- und Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula trachelium u. C. persicifolia), Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum), Vielblütige Weißwurz (Polygonatum multiflorum), Wald-Knäuelgras (Dactylis polygama) und Hain-Rispengras (Poa nemoralis) charakterisiert. Der subkontinentale Charakter unserer Eichen-Hainbuchenwälder wird durch das Vorkommen von Hain-Wachtelweizen (Melampyrum nemorosum) bestätigt.

Auf ärmeren und schwach sauren Böden können aber auch azidophytische Arten wie Schmalblättrige Hainsimse (Luzula luzuloides), Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa), Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella) und Zweiblättrige Schattenblume (Maianthemum bifolium) anzutreffen sein.

Auf feuchteren bzw. grundwasserbeeinflußten und verlehmten Böden wird die Bodenvegetation häufig durch Massenbestände der Zittergras-Segge (Carex brizoides) gebildet.





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Date: 2007-03-20 00:07