Enstehung

Die geologische Entstehung des Elbsandsteingebirges reicht zurück in die Kreidezeit. Vor etwa 180 Millionen Jahren begann der Vorstoß des Kreidemeeres. Die eigentliche Sedimentation begann mit den Niederschönaer Schichten (fluviatile Grundschotter, Konglomerate), welche in unregelmäßig fließenden Gewässern abgelagert wurden.

Darüber liegen in teilweise erheblicher Mächtigkeit von bis zu 600 m die marinen Bildungen des Kreidemeeres, welches im oberen Cenoman vor etwa 90 Millionen Jahren in die sich senkende Elbtalzone eindrang.

Bis zum Rückzug des Meeres nach etwa 7 Millionen Jahren wurden durch Flüsse Ver-witterungsprodukte der umliegenden Festlandsgebiete in das Meer transportiert, wo sich vorwiegend sandige, aber z.T. auch sandig-tonige Sedimente ablagerten. Nach dem Rückzug des Meeres schob sich das Lausitzer Granodioritmassiv teilweise auf das Kreideschichtenpaket auf (sogenannte Lausitzer Überschiebung als scharfe geologische Grenze).

Geologische Karte der Sächsischen Schweiz

Im Zuge der tertiären Heraushebung der Erzgebirgsscholle wurden die Sandsteinschichten leicht nach NO geneigt und ältere Ablagerungen kamen im SW wieder an die Oberfläche. Beide tektonische Vorgänge sind für die Lagerungsverhältnisse und die Klüftung des Sandsteins von großer Bedeutung.

Während der Elstereiszeit erreichte das Inlandeis bei Bad Schandau das Elbsandsteingebirge. Die Ablagerungen des Eises (incl. der Lößeinwehung) haben im Bereich der sogenannten Ebenheiten, weitgehend ebene Plateaus der Sandsteinerhebungen, das stark gegliederte präglaziale Relief verschüttet und nivelliert.

Querschnitt durch dasSchrammsteingebiet
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Datum: 2007-06-01 08:44