Nachdem Anfang des 19 Jahrhunderts das Wildschwein (Sus scrofa) bei uns ausgerottet wurde, wanderte es seit den fünfziger Jahren dieses Jahrhunderts wieder von Osten her ein und besiedelt mittlerweile wieder in hoher Bestandsdichte das Gesamtgebiet. Einzelnachweise von 40 und mehr Tieren sind heute keine Seltenheit. Es wurden Keiler bis zu einem Gewicht von über 200 kg Gewicht festgestellt.
Die großen Waldlandschaften der Sächsisch-Böhmischen Schweiz sind seit jeher Lebensraum des Rothirsches (Cervus elaphus). Nachdem sein Bestand in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen hatte, erfolgte im Zeitraum von 1991-95 eine starke Reduzierung der Art. Derzeit bemüht man sich eine ökologisch vertretbare Wilddichte zu erreichen, welche sich am Verbiss von Baumarten und Bodenvegetation orientiert.
Das Reh (Capreolus capreolus), welches besonders die Verzahnungsbereiche von Wald und Offenland als Lebensraum bevorzugt, ist flächendeckend verbreitet.
Die (Alpen-)Gemse (Rupicapra rupicapra) wurde in den Jahren 1907-11 (16 Tiere) im grenznahen böhmischen Raum sowie 1937-39 (sieben Tiere) in der hinteren Sächsischen Schweiz eingebürgert. Die Population umfaßte 1935 bereits 107 Tiere. Der aktuelle Bestand beträgt etwa 170 Tiere, wobei die Haupteinstandsgebiete im Chribské hory/Kreibitzer Bergland liegen und Einzelnachweise in der hinteren Sächsischen Schweiz und im Sebnitztal Austrahlungen dieser Vorkommen darstellen.
Durch mehrfache Einbürgerungen seit den dreißiger Jahren wurde das Mufflon (Ovis ammon musimon) in der Sächsischen Schweiz heimisch. Die jetzigen Bestände, die auf Aussetzungen 1980 / 81 im Sebnitztal und am Hohen Birkigt zurückgehen, haben sich in den letzten Jahren stark vermehrt und ausgebreitet.