In der Sächsischen Schweiz noch relativ häufig ist das Hermelin
Der Fuchs (Vulpes vulpes) hat sich induziert durch intensive Bejagung und gute Nahrungsressourcen flächendeckend und mit zum Teil hoher Dichte im Gebiet erhalten. Seit den sechziger Jahren ist von Osten der sehr heimliche Marderhund (Nyctereutes procyonoides) bei uns eingewandert.
Trotz wahrscheinlich weiterer Verbreitung gelangen erst sieben Nachweise im Gebiet. Vom nordamerikanischen Waschbär (Procyon lotor) welcher sich infolge von Aussetzungen bei uns eingebürgert hat gelangen ebenfalls nur wenige Sichtbeobachtungen.
Von den Marderartigen kommen bei uns der sehr seltene Baummarder (Martes martes), der allgemein verbreitete Steinmarder (Martes foina), das nicht seltene Hermelin (Mustela erminea), das Mauswiesel (Mustela nivalis) und der im Bestand stark rückläufige Iltis (Mustela prutorius) vor. Vom nordamerikanischen Mink (Mustela vison) liegen bisher keine sicheren Nachweise vor, obwohl mit seinem Vorkommen gerechnet werden kann.
Der Bestand des Dachses (Meles meles) hat sich nach seinem Tief (Fuchsbau-Begasung) in den siebziger Jahren wieder erholt und er besitzt heute eine allgemeine Verbreitung. Leider wird ein nicht geringer Anteil Opfer des enorm angestiegenen Straßenverkehrs.
Ebenso hat der in Europa vom Aussterben bedrohte Fischotter (Lutra lutra) an den Bächen des Elbsandsteingebirges eine positive Bestandsentwicklung genommen, so daß derzeit hier eine stabile und reproduzierende Population existiert.
Der seit den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts in Einzeltieren eingewanderte Luchs (Felis lynx) hat sich in einem größeren grenzübergreifenden Siedlungsareal gehalten. Im letzten Jahrzehnt gelangen mehrere Sichtbeobachtungen. Der Luchs besiedelt die großen Waldgebiete des Elbsandsteingebietes rechts und links der Elbe und die daran angrenzenden Bereiche. Seine Siedlungsfläche beträgt über 1000 km².
Vom Seehund (Phoca vitulina) liegen bisher zwei Einzelnachweise von der Elbe vor (1813 u. 1975 Schöna).