Seit 1992 wird gemeinsam mit den tschechischen Schutzgebietsverwaltungen (CHKO Labské pískovce und NP České Švýcarsko) eine geobotanische Kartierung der Sächsisch-Böhmischen Schweiz durchgeführt. Es umfasst eine Rasterkartierung der Gefäßkryptogamen und Phanerogamen der Sächsisch-Böhmischen Schweiz (etwa 700 km2) auf Quadratkilometerbasis.
Alle naturschutzrelevanten und geobotanisch bedeutsamen Arten sowie alle Gehölze werden in einem Feinraster (250 m x 250 m) erfasst. Insgesamt liegen bisher etwa 180.000 Datensätze auf sächsischer Seite vor. In einem nächsten Arbeitsschritt werden jetzt die historischen Daten und Herbarbelege aufgearbeitet sowie kritische Arten untersucht. Es ist vorgesehen, diese Daten im Rahmen einer Flora des Elbsandsteingebirges zu dokumentieren.
Projektzeitraum
1992 - 2008
Projektbearbeiter und Ansprechpartner
Deutsche Seite:
Holm Riebe: Holm.Riebe@smul.sachsen.de
Tschechische Seite:
NP České Švýcarsko: Dr. Handrij Härtel: h.hartel@npcs.cz
CHKO Labské pískovce: Petr Baur: bauer@schkocr.cz
Das insgesamt vier Jahre laufende Projekt zur Erfassung der kritischen und seltenen Farnarten für die Großschutzgebiete der Sächsisch-Böhmischen Schweiz wurde 2003 erfolgreich abgeschlossen. Es wurde federführend von Herrn Stefan Jeßen (Arktisch-Alpiner-Garten Chemnitz) unter Mitarbeit der entsprechenden Fachkollegen der Schutzgebietsverwaltungen (H. Härtel / NP České Švýcarsko, P. Bauer / CHKO Labské pískovce, H. Riebe / NLPFoA Sächsische Schweiz) erarbeitet.
Während zahlreicher Exkursionen in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz wurden insgesamt 16 Arten und Sippen der Farne untersucht und ihre ökologischen, soziologischen und populationsbiologischen Daten erfasst. Weiterhin wurden alle historischen Angaben aus der einschlägigen Literatur und den vorhandenen Herbarbelegen mit ausgewertet. Die Daten flossen in eine Datenbank ein und wurden in Verbreitungskarten dargestellt.
Zur Farnflora des Sächsisch-Böhmischen Elbsandsteingebirges gehören insgesamt 32 Arten inklusive der Unterarten und Varietäten sowie Hybriden – 43 Taxa. Neun dieser Arten und 10 der gesamten Taxa sind bereits ausgestorben bzw. verschollen. Mit gegenwärtig 23 Arten bzw. 33 Taxa gehört das Elbsandsteingebirge noch immer zu den farnreichsten Gebieten Deutschlands.
Projektzeitraum:
2000 - 2003
Projektbearbeiter:
Arktisch- Alpiner Garten Chemnitz, Stefan Jeßen: jessen.walter-meusel-stiftung@t-online.de
Ansprechpartner:
Holm Riebe: Holm.Riebe@smul.sachsen.de
In einem seit dem Jahr 2000 laufenden Projekt wird eine ökologische Untersuchung der Restmoore des Elbsandsteingebirges bearbeitet. Im Jahre 2003 wurden die hydrologischen, hydromorphologischen und klimatischen Untersuchungen abgeschlossen. Insgesamt wurden fünf Moore auf deutscher und sieben auf tschechischer Seite durch den Moor-Hydrologen Frank Edom bearbeitet.
Zu jedem einzelnen Moor wurden nach den aufwendigen Geländearbeiten die entsprechenden Moor-Profilkarten erstellt, weiterhin wurde eine moorhydrologische Klassifizierung der Einzelmoore vorgenommen. Durch die Kollegen der Schutzgebietsverwaltungen wurden die Moore vegetationskundlich sowie bryologisch bearbeitet und im Jahr 2004 wurden pollenanalytische Untersuchungen durch Kollegen der Prager Universität begonnen. In Sachsen wurden Proben im Kachemoor und in Schinksmoor genommen, in der Böhmischen Schweiz wurden der Harzgrund, Hirschpfützen und das Moor in Kamnitzleiten untersucht.
Es liegen die ersten Pollenanalysen vom Harzgrund (2.465 Jahre) und den Hirschpfützen (5.650 Jahre) vor, die erste interessante Ergebnisse liefern. Nun wissen wir das erste Mal sicher, dass die Fichte schon immer da war und die Tanne erst vor 3.000 Jahren bei uns einwanderte.
Seit 2005 werden die pollenanalytischen Untersuchungen durch die Kollegen der Prager Universität für die restlichen Moore durchgeführt.
Projektzeitraum:
2000 - 2005
Projektbearbeiter:
Deutsche Seite:
Dipl.-Hydrologe Frank Edom
Tschechische Seite:
Petr Pokorny, Akademie der Wissenschaften der Tschech. Republik, Archälogisches Institut, Prag: pokorny@arup.cas.cz
Petr Kunes, Naturwissenschaftliche Fakultät, Karlsuniversität Prag: cuneus@natur.cuni.cz
Ansprechpartner:
Deutsche Seite:
Holm Riebe: Holm.Riebe@smul.sachsen.de
Tschechische Seite:
NP České Švýcarsko: Dr. Handrij Härtel: h.hartel@npcs.cz
CHKO Labské pískovce: Petr Baur: bauer@schkocr.cz
In diesem Jahr wurde mit der systematischen Erfassung der Pilze vorerst nur im Nationalpark fortgesetzt. Auf ausgesuchten Flächen (z.B. Polenztal, Zechnigleiten, Großer und Kleiner Winterberg, Kirnitzschklamm) wurden in den wichtigsten Lebensräumen alle Pilzarten, darunter auch die Myxomyceten und phytoparasitischen Pilze erfasst. Das Jahr 2004 brachte auf Grund der Witterung wesentlich bessere Ergebnisse als das trockene Jahr 2003.
Insgesamt wurden bis jetzt im Nationalpark 525 verschiedene Pilzarten erfasst. Das artenreichste Gebiet ist dabei das Polenztal mit 334 Arten. Wie bei den höheren Pflanzen, zeichnet sich die Sächsische Schweiz durch das Vorkommen von montanen Pilzarten aus. Dazu gehören z.B. der Wiesel-Täubling (Russula mustelina), der Düstere Röhrling (Porphyrellus pophyrosporus), der Pinselschüppling (Pholiota muelleri), der Grubige Fichtenmilchling (Lactarius scrobiculatus) und der Mohrenkopf (Lactarius lignyotus). Die beiden letzten Arten sind typisch für Gebirgsfichtenwälder.
Insgesamt wurden 32 Rote-Liste-Arten nachgewiesen, darunter drei vom Aussterben bedrohte Arten, sowie 3 stark gefährdete Arten.
Das Projekt soll in den nächsten fünf Jahren weitergeführt und dazu die Methodik mit den tschechischen Kollegen abgestimmt werden.
Projektzeitraum:
2003 - 2008
Projektbearbeiter:
Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Mykologen
Ansprechpartner:
Holm Riebe:Holm.Riebe@smul.sachsen.de
Landschaft kennt keine Grenzen! Um besondere Landschaften zu schützen, sind grenzüberschreitende und europaweite Schutzkonzepte nötig. Ziel des Projektes ist die Vernetzung von Schutzgebietsregionen durch transnationale Kommunikations- und Managementplattformen; das beinhaltet den Austausch von Erfahrungen und die Analyse von Geodaten mittels raumbezogener Informationssysteme. So können eine Vielzahl räumlicher Datengrundlagen als Basis für transnationale und nachhaltige Planungsstrategien entstehen.
Spatial Information Systems for Transnational Environmental Management of Protected Areas and Regions in CADSES
Die grenzüberschreitenden Datenbanken können u.a. für Monitoring-, Management- und Planungsaufgaben in den Schutzgebietsregionen zur Umsetzung der FFH-Richtlinie und zur Erhaltung/Errichtung von "Grünen Korridoren" genutzt werden und damit einen Beitrag zum Schutz des Weltnaturerbes leisten.
Projektziele:
Projektzeitraum:
2004 -2006
Projektbearbeiter/Projektleitung:
TU Dresden, Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung, Prof. Dr. E. Csaplovics;
csaplovi@rcs.urz.tu-dresden.de
Tel.: +49 (0)351 463 33372
www.tu-dresden.de/sistemaparc
Ansprechpartner:
Frank Wagner, frank.wagner@smul.sachsen.de
Tel.: +49 (0)35022 900 637
Partner:
Die Schutzgebietsverwaltungen und kooperierende wissenschaftliche Institute der Regionen
Triglav/Prealpi Giulie (Slowenien/ Italien) | Sächsisch-Böhmische Schweiz (Deutschland/ | Neusiedler See/ Fertö Hansag (Österreich/ | Riesengebirge (Tschechische Republik/Polen) |