Klima

Das Klima des Elbsandsteingebirges ist infolge seiner geografischen Lage sowie seiner geringen Höhenlage (110 – 723 m ü NN) als kollin bis submontan (aus großklimatischer Sicht mit subozeanisch bis subkontinental) zu bezeichnen. Während große Teile des Gebietes bei einer Höhenlage von 200 – 400 m eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 7 – 8 °C und Jahresniederschläge von 700 mm aufweisen, sind höher und östlicher gelegene Bereiche deutlich kühler und niederschlagsreicher. Hier fallen die Jahresmittelwerte der Temperatur auf etwas unter 7 °C und die Niederschläge steigen auf 900 mm.

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Blick zum Lilienstein in der Abenddämmerung / Foto: Archiv Nationalparkverwaltung

Entlang des Elbtales befindet sich die niederschlagsärmste Zone. Zwei Drittel der Jahresniederschläge fallen im Sommerhalbjahr, wobei das Maximum im Juli liegt. Ebenfalls im Juli tritt die maximale Gewittertätigkeit auf. Über das Jahr verteilt kommen durchschnittlich 8 – 12 Starkregenfälle mit mehr als
15 mm Niederschlag in 24 h vor. An durchschnittlich 110 bis
140 Tagen werden Niederschläge mit mehr als 1 mm Niederschlag pro 24 h gemessen.
 
Die Sächsische Schweiz gilt als schneearme Region. Im Elbtal fallen nur 10 % der Niederschläge als Schnee, in höheren Lagen
17 % der Niederschläge. Die allgemeinen Klimadaten besagen jedoch wenig über den klimatischen Charakter der einzelnen Örtlichkeiten, denn infolge des kleinräumig wechselnden Reliefs sind mannigfache Differenzierungen vorhanden. Die geomorphologischen Formen schaffen geländeklimatische Sonderverhältnisse (z.B. Klimainversion, „Kellerklima“ der Schluchten, Klima der Doppelstocktäler), so genanntes Mikroklima.