Klettern im Nationalpark

Lenkungskonzepte

Kletterer sind fester Teil des Besucherstroms in einem der traditionsreichsten Klettergebiete Deutschlands. Da sich hier Natur und Klettersport auf engstem Raum aufeinander einstimmen, kommt und kam es hin und wieder zu Beeinträchtigungen auf beiden Seiten. Auch aus anderen deutschen und europäischen Regionen sind Verstimmungen zwischen Klettersport und Naturschutz bekannt. Daraus folgten teils Gebietssperrungen oder stärkere Einschränkungen (Menerbes, Eifel, Hönnetal, Sauerland, Schwäbische Alb, Basler Jura). Die bessere Alternative ist die gemeinsame Erarbeitung gebietsbezogener Kletterkonzeptionen durch die Kletterverbände und zuständige Naturschutzvertreter. In diesen Konzeptionen werden die zum Klettern freigegebenen und die gesperrten Felsen und Felsbereiche festgelegt. Darüber hinaus vereinbaren die Beteiligten Maßnahmen, um entstandene Beeinträchtigungen zu reduzieren, neue zu verhindern und für die Natur ausreichend Rückzugsgebiete zu erhalten:

  • Markierung und ggf. Anlegen von Kletterzugängen, somit sind sie leichter auffindbar und ein Großteil der Pflanzendecke an Berghängen bleibt intakt;
  • zeitlich befristete und räumlich begrenzte Sperrungen von Felsen und Horstschutzbereichen und
  • weitergehende Information der Kletterer

Lenkungskonzepte, die von beiden Seiten erarbeitet, respektiert  und  umgesetzt werden, dienen dem Schutz der Natur und sichern die Klettermöglichkeiten nachhaltig.

Bergsportkonzeption für den Nationalpark Sächsische Schweiz

Bergsportkonzeption für das Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz