Arbeiter schleift Rost von eienr Stiege im Nationalpark Sächsische Schweiz

Nationalparkverwaltung saniert die Aufstiege auf den Lilienstein

Arbeiter schleift Rost von eienr Stiege im Nationalpark Sächsische Schweiz

Steiler Arbeitsplatz: So wie im vergangenen Jahr an der Heiligen Stiege sanieren Arbeiter im Auftrag der Nationalparkverwaltung zur Zeit die Steiganlagen am Lilienstein, dem Symbolberg des Nationalparks. / Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, S. Klingner

07.09.2017: Bald erstrahlen Sie wieder in neuem Glanz: eine Radebeuler Firma saniert derzeit im Auftrag der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz den Nord- und Südaufstieg hoch auf den 415 Meter hohen Tafelberg. Er ist das Wahrzeichen des Nationalparks Sächsische Schweiz. Über 100.000 Besucher nutzen jedes Jahr die Holz- und Eisenstufen, um das Plateau des Liliensteins mit den Panoramaaussichten und der Felsbaude zu erreichen. Die Arbeiter müssen durchgängig alte Farbe abschleifen und neuen Rostschutz aufbringen. Immer wieder sind an den Bauwerken aber auch einzelne kleinere oder auch größere Eisenteile zu demontieren und durch neue zu ersetzen.

Die Nationalparkverwaltung hat mit der beauftragten Firma die Arbeiten so eingetaktet, dass immer einer der beiden Aufstiege frei begehbar ist. An den Wochenenden sind beide Aufstiege offen. Die Arbeiten in dem steilen Gelände sind aufwändig und benötigen längere Zeit. Je nach Witterung können sie sich bis in den Herbst hinziehen. Die Nationalparkverwaltung bittet hiefür um Verständnis.

Um das 500 Kilometer lange Wegenetzes im Nationalpark auf dem gewohnt hohen Niveau zu halten, sind solche Pflegearbeiten regelmäßig notwendig. Von Holzstufen bis komplexeren eisernen Treppenanlagen unterhält die Nationalparkverwaltung rund 80 Steiganlagen. Mit einer Länge von 23 Kilometern überwinden diese eine Höhe von rund 5000 Metern und sind damit eine wichtige touristische Infrastruktur in Sachsens einzigem Nationalpark.

An vielen Stellen ermöglichen sie erst den Besuchern die eindrucksvolle Natur zu erleben. Auf der anderen Seite sind sie auch notwendig, um Erosion und Trittschäden zu vermeiden, die ansonsten bei der Vielzahl der Menschen verstärkt im Sandsteingebirge auftreten würden.

Wanderer können sich auf der Homepage des Nationalparks schnell über eventuelle Einschränkungen im Wegenetz informieren. Darüber hinaus sind Umleitungen regelmäßig vor Ort ausgeschildert.

Die durchschnittlichen Kosten dieser Daueraufgaben der Nationalparkverwaltung liegen bei jährlich 500.000 Euro und werden vom Staatsbetrieb Sachsenforst getragen. Außerhalb des Nationalparks sind die Kommunen für Wanderwege und deren Unterhaltung zuständig.

Aktuelle Wegeinformationen unter http://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/aktuelles/wegeservice-und-wegeinfo/