Wanderwegweiser

Nationalparkverwaltung saniert den Nordaufstieg auf den Lilienstein

23.04.2018:

Reparatur Lilienstein

Im Auftrag der Nationalparkverwaltung wird zur Zeit der Nordaufstieg auf den Lilienstein saniert. Die Arbeiten im steilen Gelände sind aufwändig und können noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Am Wochenende ist der Nordaufstieg dennoch begehbar. Montags bis Freitags ist er jedoch gesperrt und der Südaufstieg dient als Umleitung, Foto: Archiv Nationalparkverwaltung, Katrin Jäpelt

Die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz setzt die Instandsetzungsarbeiten an den Stiegen auf den 415 Meter hohen Tafelberg fort. Aus diesem Grund ist seit einigen Tagen der Nordaufstieg gesperrt. Im vergangenen Jahr wurde die südliche Aufstiegsanlage instand gesetzt. Sie dient jetzt als Umleitungsstrecke.

Am Wochenende und an Feiertagen ruhen die Arbeiten und der Nordaufstieg kann begangen werden. Die Sperrung tritt jeweils Montag bis Freitag gegen 14Uhr in Kraft.

Der Lilienstein ist das Wahrzeichen des Nationalparks Sächsische Schweiz. Über 100.000 Besucher nutzen jedes Jahr die Holz- und Eisenstufen, um das Plateau des Liliensteins mit den Panoramaaussichten und der Felsbaude zu erreichen. Die Arbeiter müssen durchgängig alte Farbe abschleifen und neuen Rostschutz aufbringen. Immer wieder sind an den Bauwerken aber auch Eisenteile zu ersetzen.

Die Arbeiten in dem steilen Gelände sind aufwändig und benötigen längere Zeit. Je nach Witterung können sie noch einige Monate andauern. Die Nationalparkverwaltung bittet hierfür um Verständnis.

Um das 500 Kilometer lange Wegenetz im Nationalpark auf dem hohen Niveau zu halten, sind solche Reparaturarbeiten regelmäßig notwendig. Von einzelnen Holzstufen bis zu komplexeren eisernen Treppenanlagen unterhält die Nationalparkverwaltung rund 80 Steiganlagen. Mit einer Länge von 23 Kilometern überwinden diese eine Höhe von rund 5000 Metern. Sie sind damit eine wichtige touristische Infrastruktur in Sachsens einzigem Nationalpark.

An vielen Stellen ermöglichen sie den Besuchern erst die eindrucksvolle Natur zu erleben. Auf der anderen Seite sind sie auch notwendig, um Erosion und Trittschäden zu vermeiden, die ansonsten bei der Vielzahl der Menschen im Sandsteingebirge auftreten würden.

Die durchschnittlichen Kosten dieser Daueraufgaben der Nationalparkverwaltung liegen bei jährlich 500.000 Euro und werden vom Staatsbetrieb Sachsenforst getragen. Außerhalb des Nationalparks sind die Gemeinden für Wanderwege und deren Unterhaltung zuständig.

Wanderer finden die aktuellen Wegesperrungen auf der Homepage des Nationalparks. Darüber hinaus sind Umleitungen regelmäßig vor Ort ausgeschildert.

Aktuelle Wegeinformationen unter http://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/aktuelles/wegeservice-und-wegeinfo/