(22) Decínský Snežník (Hoher Schneeberg)

Hoher Schneeberg im Winter Foto: Frank Richter

 

Der Hohe Schneeberg liegt in Tschechien, in der Böhmischen Schweiz. Er ist mit 723 m Höhe die höchste Erhebung des Elbsandsteingebirges und wegen seiner markanten Form von vielen Punkten der Sächsischen Schweiz und dem Erzgebirge ausgesprochen gut zu erkennen. Vom Aussichtsturm bietet sich ein weiter Rundblick bis zum Erzgebirge sowie auf die Sächsische und die Böhmische Schweiz, bei guter Fernsicht sogar bis zum Iser- und Riesengebirge. Auf dem Gipfelplateau unterhalb des Turmes befinden sich ein Imbiss und eine Gaststätte.

Vorschlag Anfahrt

Von Ende März bis Ende Oktober fährt der Bus ab Pirna etwas weiter den Wanderweg Richtung Grenzübergang Eulentor (Übergang nur für Wanderer) heran. Aufgrund der schottrigen oder asphaltierten Wege kann der Hohe Schneeberg von Rosenthal bis zum Gipfel auch mit dem Rad 'erklommen' werden.

Vorschlag Wanderroute:

Der lang gestreckte Tafelberg mit der steil abfallenden Westflanke und dem weithin sichtbaren Turm ist auf einer Tageswanderung von Rosenthal bequem zu erreichen.

Wanderung von Rosenthal (ab Parkplatz Zollhäuser) - Schneeberger Strasse Grenzübergang - Schneeberg - Tisa - Ostrov - Grenzplatte und Grenzübergang - Rosenthal Parkplatz

Geschichtliche Hinweise:

Im Frühjahr 1863 wurde der Bau des Aussichtsturmes vom Baumeister Josef Perthen aus Bodenbach-Weiher begonnen.

Im Akkord wurde vorerst die unebene Felswand zur Basis durch mühsames Abspitzen geebnet. Das Steinmaterial zu diesem Bau konnte auf dem Plateau des Schneeberges nur zum Teil auf dem westlichen Felsenrand wegen der großen Härte des dortigen Quadersandsteines (meist nur Bruchsteine) gewonnen werden. Für die Ornamente der vielen Steinmetzarbeiten mußte ein Bruch an den weicheren Felsen des steilen Absturzes an der Westseite eröffnet werden. Woraus die Erzeugnisse mittels einer vorgerichteten Bahn, dann eines Flaschenzuges durch Pferde auf das Plateau gezogen und von dort mit Wagen auf den Bauplatz geführt wurden.

1863 wurde der Turm bis zur einer Höhe von 85 Fuß fertig gestellt und bis zum Herbst 1864 der ganze Bau einschliesslich der Terrasse als ein monumentaler, allen Ansprüchen von damaliger architektonischer Schönheit entsprechender Prachtbau vollendet. Das Gebäude ist im sog. Elisabethstil auf einem achteckigen, mit Aufgangstreppen versehenen, 11 Fuß hohen Unterbau in runder Grundform aufgeführt und mit einer durchschnittlich 5 Fuß hohen Zimmerbalustrade versehen worden. Im Innern führt eine steinerne Wendeltreppe nach oben mit 12 Fenstern, von dort führt eine freitragende gußeiserne Treppe auf die Plattform mit großartiger Rundschau über einen Teil vom Böhmens Mittelgebirge und Sachsens Grenzwälder.

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Date: 2007-06-04 11:09