Fische

Die Groppe (Cottus gobio) eine nicht seltene Fischart in der Sächsischen Schweiz

Das dichte Fließgewässernetz der Sächsischen Schweiz (0.95-1.70 km/km²), welches hauptsächlich aus der Elbe und deren Zuflüssen besteht, hat in Hinsicht auf seine Fischfauna eine wechselvolle Entwicklung vollzogen.

Sie war geprägt von starker Verschmutzung (z.B. Schwermetallbelastung) über lange Zeiträume hinweg sowie Uferverbauungen, die eine erhebliche Beeinträchtigung des Lebensraumes und damit der Artenvielfalt, speziell der Fische zur Folge hatten.
In die Öffentlichkeit geriet diese Entwicklung erst spät und nur durch Einzelschicksale wie die des Störs oder des Elbelachses.

Infolge der in den letzten 15 Jahren verbesserten Wasserqualität der Elbe und ihrer Nebenflüsse sowie der wachsenden Aufmerksamkeit, welche dem Umweltschutz in Ostdeutschland zuteil geworden ist, kann der Artenbestand mittlerweile wieder als repräsentativ für die Gewässerfauna bezeichnet werden. Auf Grund von Einbürgerungen anspruchsloser Fischarten zur Zeit der größten Verschmutzungen, ist die heutige Artenanzahl höher als jene, die aus historischen Quellen bekannt wurde.

Der Unterschied zwischen der ursprünglichen und heutigen Artenzusammensetzung besteht darin, das heute mehr ökologisch tolerante Arten und weniger Arten mit einem hohem Anspruch vorhanden sind.

Vor allem Langdistanzwanderfische, welche an die komplexe Durchgängigkeit eines Flusses gebunden sind oder spezielle Ansprüche an Laichgebiete im Oberlauf stellen, sind noch immer im Nachteil. Denn nicht ein einziger Zufluss der Elbe im Gebiet der Sächsischen Schweiz weist eine komplette Durchgängigkeit auf.

Besonderheiten der hiesigen Fischfauna sind unter anderem ein Vertreter der Rundmäuler, das Bachneunauge, sowie Bitterling, Quappe, die sonst sehr seltene Groppe und der Atlantische Lachs, welcher sich, dank eines speziellen Wiederansiedlungsprogramms langsam wieder ansiedelt.

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Datum: 2007-06-01 09:34